Telefonkarten / Calling Cards Aktuell





Neues von der Deutsche Telekom AG



Preisanpassung des Grundpreises für den Telefonanschluss bei der Telekom Deutschland GmbH zum 01.09.2019

Die Telekom braucht anscheinend dringend – aufgrund der bevorstehenden Fusion mit Sprint in den USA und der teuren Frequenz-Versteigerung für G5 - höhere Einnahmen, daher müssen alle Festnetz-Kunden einen Beitrag leisten.

In diesen Tagen haben haben alle Kunden einen Brief von der Telekom Deutschland GmbH erhalten.

Originalzitat (keine Satire): „ das Wichtigste vorweg: Sie gehören zu unseren treuen Kunden. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Ihre Treue zeigt uns, dass Sie sich bei uns wohlfühlen. Heute müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir, wie viele andere Unternehmen auch, die Preise anheben müssen.

Übersetzt heißt dies doch die Kunden sind dumm, dass sie seit Jahren bei der Telekom Kunde sind. Für die Treue bedankt sich die Telekom auch gleich mit einer Erhöhung des Grundpreises für den Telefonanschluss. Nachdem die Deutsche Post AG mit Ihrer Erhöhung beim Porto zum 01.07.2019 durchkam, möchte man der ehemaligen Schwestergesellschaft natürlich nicht hinterherstehen.

Schlimmer geht es eigentlich nicht mehr! Erleben, was trennt.



Umtauschkarten Plus



Von der Umtauschkarte Plus gibt es zwei verschiedene Hauptvarianten: Die ältesten Karten haben auf der Vorderseite unter dem Rubbelfeld keine Jahresangabe; die neueren Karten tragen unter dem Rubbelfeld die Jahreszahlen 2017, 2018 und 2019 (Abbildungen siehe oben).

Die Karten ohne Jahresangabe sollen gemäß eigenmächtiger Festlegung der Deutsche Telekom AG und ohne rechtlich nachvollziehbare Begründung nach dem 31.12.2019 für ungültig erklärt und danach auch nicht mehr in gültige Guthaben getauscht werden, sofern die Guthaben nicht vorher auf eine sogenannte Verlängerungskarte UTK Plus übertragen wurden. Diese Information wird von der Telekom bewusst nicht breit gestreut (Telekom-Juristen werden dies vermutlich eine Informations- Holschuld des Kunden nennen) um ein möglichst hohes Guthaben nach dem 31.12.2019 ausbuchen zu können und um den Gewinn des Unternehmens zu Lasten seiner Kunden zu erhöhen. Dies setzt natürlich voraus, dass die Gerichte die Rechtstheorie der Telekom bestätigen.

Die Karten aus 2017, 2018 und 2019 werden dann wohl jeweils ein Jahr später für ungültig erklärt, ohne über den Weg der Verlängerungskarte zu gehen. Karten mit Angabe 2017 bis Ende 2020, Karten mit Angabe 2018 bis Ende 2021 und Karten mit Angabe 2019 bis Ende 2022. Vermutlich beruft sich das Unternehmen hier auf den Hinweis auf den Karten „Nutzungsmöglichkeit 3 Jahre ab Umtausch“. Nur dies ist die reine Nutzungsmöglichkeit und nicht der Termin des Verlust des Rechtsanspruchs des Kunden am eigentlichen Kartenguthaben! Und bei den Karten ohne Jahresangabe kann die Telekom nicht nachweisen in welchem Jahr der Umtausch in die Umtauschkarte Plus stattgefunden hat. Daher vermutlich die vorgesehene Umtauschaktion über die Verlängerungskarte UTK Plus.

Das bedeutet, dass die Inhaber der Karten ohne Jahresangabe (auf diesen dürften die überwiegende Summe der Kartenguthaben gebucht sein, da diese aus dem Umtausch der Restguthabenkarten stammten) um ihre Rechte nicht zu verlieren (gemäß Interpretation der Telekom-Juristen) von sich aus ab sofort und vor dem 31.12.2019 wegen eines Umtausches tätig werden müssten.

Für die Aktion hat sich die Telekom ein für die Kunden sehr aufwendiges Verfahren ausgedacht. Es ist nicht mehr vorgesehen, dass die Kunden die Umtauschkarten Plus physisch zur Telekom nach Nürnberg senden und von dort umgetauschte Karten kommen, sondern der Umtausch erfolgt nur virtuell auf eine sogenannte „Verlängerungskarte UTK Plus“ (der Begriff hat gute Aussichten Unwort des Jahres 2019 zu werden) über das Internet als PDF-File. Der Aufwand ist insbesondere bei mehreren Karten für den Kunden sehr umständlich und fehleranfällig. Zum anderen ist die Befristung des getauschten Guthabens nur noch auf ein Jahr bis Ende 2020 festgelegt. Aus Sicht der Telekom heißt es „aus Kulanz ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“.

Übrigens auch bei einer Zusammenfassung der Guthaben auf mehreren Karten ist es technisch nicht mehr möglich eine Verlängerung über den 1.12.2020 hinaus zu erreichen. Es können seit Anfang Juli 2019 nur jeweils gleiche Karten (ohne Jahresangabe oder mit Jahresangabe 2017, 2018 oder 2019) zusammengefasst werden. Sonst könnte mit einer Karte mit Jahresangabe 2019 und mehreren Karten ohne Jahresangabe die Guthaben bis 2022 verlängert werden.

Rechtlich kann man sich schon fragen, warum die Telekom diesen Weg über die Verlängerungskarte geht. Vielleicht steckt dahinter auch nur ein juristischer Winkelzug aus Bonn. Bei der ersten Generation der Umtauschkarte Plus hatte die Telekom schlichtweg vergessen ein Ausgabe- oder Befristungsdatum auf die Karten aufzudrucken. Mittels der Verlängerungskarte UTK Plus könnte es sein, dass die Telekom-Juristen versuchen das Problem zu heilen. Tauscht der Kunde nunmehr - aufgrund des von der Telekom aufgebauten Zeitdrucks zum Jahresende 2019 - die Karte von einer unbefristeten Umtauschkarte Plus in eine Verlängerungskarte UKT Plus akzeptiert er „freiwillig“ eine Vertragsänderung: die nachträglich von der Telekom eingebaute Befristung von einem Jahr. Es gibt neben dem Versuch durch die Terminsetzung das Kartenguthaben für ungültig zu erklären und hierdurch zu erheblichen Auflösungen von Rückstellungen zu kommen bzw. durch die Hintertür die Befristung einzuführen eigentlich keinen vernünftigen Grund warum die Telekom die Karten ohne Jahresangabe nicht einfach technisch um ein Jahr verlängert (eine einfache Eingabe in die Datenbank der Telekom; eine Sache von ein paar Minuten). Vielleicht sollte dieses Thema vor dem Jahresende durch die Einreichung einer Klage gegen die Telekom geklärt werden? Wie der BGH dieses neue Experiment der Telekom-Juristen sieht wäre von großem Interesse!

Hier muss nun jeder – ggf. unter Einschaltung eines Rechtsanwalts - für sich entscheiden, ob er den Weg über dem Umtausch geht oder eine Klage gegen die Telekom einreicht um die Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Telekom zu überprüfen. Es kommt sicherlich auch darauf an über welche Stückzahl der Karten man verfügt und ob man eine Rechtsschutzversicherung hat, die den gerichtlichen Weg mitgeht. Wichtig ist, dass man sich kurzfristig informiert und nicht nach den Jahresende erst aufwacht!

Jetzt kann man natürlich die Frage stellen, was kann man eigentlich bis zum Jahresende 2019 mit einer Umtauschkarte Plus oder bis zum Jahresende 2020 mit einer Verlängerungskarte UTK plus anstellen?

Man kann entweder monatlich oder im Rahmen eines Dauerauftrages (bis 150 Euro bei Zusammenlegung mehrerer Karten) auf ein Fernmeldekonto der Telekom Deutschland GmbH (das eigene oder das von Freunden und Verwandten) eine Gutschrift buchen (natürlich möglichst aufwendig über ein Internet-Tool der Telekom),

oder einen meines Wissens bisher unbegrenzten Betrag an die Spendenorganisation „Aktion Deutschland hilftspenden. Hierzu kann das Kartenguthaben jeweils bis zur Höhe von 150 Euro zusammengefasst werden. Über die Spende erhält man ab 10,00 Euro eine Spendenquittung in voller Höhe für seine Steuerklärung.

Obwohl die frühere Tochtergesellschaft congstar GmbH seit 1.04.2019 auf die Muttergesellschaft Telekom Deutschland GmbH verschmolzen wurde, kann eine Verrechnung mit Fernmelderechnungen dieser Konzernmarke laut der Telekom nicht erfolgen, gleiches gilt für spezielle Tarifpakete der Telekom Deutschland GmbH. Hier hilft nur das Kündigen dieser Tarife im Rahmen der Vertragsbedingungen um in den „Genuss“ der Gutschriften zu kommen. Und der gesamte Mobilfunkbereich der Telekom ist natürlich ausgenommen, da dieser bei der Telekom nicht zum Bereich „Telefonie“ zählt. Wozu dieser dann gehört weiß wohl nur die Telekom (vielleicht: „Geschäftsbereich der Funklöcher und der langsamem Datengeschwindigkeit“).

Wer also sein Guthaben der Umtauschkarten Plus (ohne Jahreszahl auf der Karte) über den 31.12.2019 hinaus um zumindest ein Jahr sichern möchte und damit letztlich auch die Rechtsposition der Telekom akzeptiert, das Guthaben für Fernmelderechnungen nutzen oder Spenden möchte, sollte sobald als möglich auf die folgende Internetseite der Telekom gehen.

Als Endergebnis nach dem zeitaufwendigen Prozess erhält der Kunde natürlich keine physische Telefonkarte, sondern nur ein virtuelles PDF-Dokument.

Dies ist keine Telefonkarte sondern nur eine Teil-Abbildung aus dem PDF

Und die Gefahr bei der Übertagung Fehler zu machen und das Guthaben zu verlieren ist groß. Wer sehr viele Karten zusammenlegt wird unter Umständen nicht mehr wissen auf welcher Karte / PDF-Dokument das Guthaben ist. Und zum anderen ist man ganz auf das Wohlwollen der Telekom angewiesen. Eine falsche Aktion auf dem Telekom-Rechner und das Guthaben ist für immer weg.

Und eines wird es dann auf jeden Fall nicht mehr geben, dass die Karten an Dritte verkauft werden können. Denn wie soll ein virtuelles Guthaben auf einem Telekom-Rechner verkauft werden können.

Also das Ganze macht nur aus Sicht der Telekom Sinn und der Bonus für die Juristen der Telekom wird für 2020 sehr fürstlich ausfallen. Da werden schon am 31.12.2019 bei der Telekom in Bonn und Nürnberg die Champagnerkorken knallen. Auf der nächsten Hauptversammlung des Unternehmens in Mai 2020 werden wir dann erfahren was die Aktion dem Unternehmen finanziell eingebracht hat. Und nicht zu vergessen ist, dass bei alle dem auch der Hauptaktionär des Unternehmens der Bundesfinanzminister über die Dividende und den Börsenkurs profitiert.








TeleSammler Calling Cards des Jahres 2019








TS CC 02/2019 Sonder Calling Card Abschiedskarte TeleSammler „eigentlich waren es 30 Jahre“

Sonder-Calling Card - Abschiedskarte TeleSammler „eigentlich waren es 30 Jahre“, TS CC 02/2019, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 180, Wert: 5 Euro, Idee: Hans-Peter Kroner

Auf der Auflösungsversammlung in Hannover in 2018 wurde von den anwesenden Mitgliedern beschlossen, sofern an Schluss noch freies Vereinsvermögen vorhanden ist und dies für die Produktion einer Calling Card ausreicht, dass wir nochmals eine Karte produzieren sollen. Um dies zu ermöglichen haben nochmals alle Beteiligten auf das Honorar verzichtet um diese letzte Karte möglich zu machen.
Gegründet wurde der TeleSammler e.V. am 25.06.1989 in Freiburg und damit hätte der Verein dieses Jahr seit 30jähriges Jubiläum gefeiert. Hierzu ist es - wie allen bekannt - nicht mehr gekommen. Der Titel der Karte trägt daher auch den Zusatz „eigentlich waren es 30 Jahre“. Auf der Calling Card sind Telefonapparate und -häuschen aus verschiedenen Epochen der Telefonie sowie unsere 2. Telefonkarte mit dem Telephon-Billet und das Vereinslogo als Collage abgebildet.


Sonder-Calling Card „Weihnachten 2018“ Dampflok 52 6106 und Weihnachtsmann / 0 Euro Calling Card, TS CC 01/2019, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 180, Wert: 0 Euro Foto und Idee: Hans-Peter Kroner

Obwohl für 2019 keine Mitgliedsbeiträge mehr eingezogen werden, haben wir für die ehemaligen Mitglieder mit der Beitragsklasse A nochmals eine Calling Card – ohne Guthaben – herausgegeben. Die erste 0 Euro Calling Card! Wir hoffen damit allen ehemaligen Mitgliedern zum Jahresanfang noch eine kleine Freude gemacht zu haben.



TS CC 01/2019 Sonder Calling Card „Weihnachten 2018“

TeleSammler Calling Cards des Jahres 2018


TS CC 04/2018 Sonder Calling Card
„Wir sind dann mal weg“

Abschieds Calling Card des TeleSammler e.V., „Wir sind dann mal weg“ TS CC 04/2018, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 180, Wert: 3 Euro, Idee: Hans-Peter Kroner, Umsetzung Zeichnung: Patrick Kroner

Für die letzte Calling Card des Vereins hatten wir uns nochmal für eine Comic-Karte entschieden. Mit wehender Fahne verlässt der TeleSammler die Welt der kleinen bunten Karten.

TeleSammler Calling Card 3. Motiv der Serie „Autoträume“ VW Käfer Cabrio 1958, TS CC 03/2018, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 195, Wert: 3 Euro

Im Rahmen unser Motivserie „Autoträume“ wurde für die 3. Ausgabe der VW Käfer Cabrio 1958 verwendet. Die Abbildung wurde uns freundlicherweise von der „Stiftung AutoMuseum Volkswagen Wolfsburg“ überlassen.

Alternativ zur Auswahl hatten wir einen VW Käfer aus Jahr 1950 mit geteiltem Heckfenster, der es jedoch nicht zur Calling Card geschafft hat. Die Aufnahme hierzu entstand aus dem Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen (Foto: Hans-Peter Kroner).


TS CC 03/2018 Sonder Calling Card
„VW Käfer Cabrio 1958“

Nicht angenommener Alternativentwurf für die
TS CC 03/2018


TS CC 02/2018 Jahreskarte 2018
„Historische Prager Straßenbahn“


30. und gleichzeitig letzte TeleSammler-Jahreskarte 2018: Historische Prager Straßenbahn „Eine Reise in die Vergangenheit“, TS CC 02/2018, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 180, Wert: 6 Euro, Foto: Hans-Peter Kroner

Auf den Jahres-Telefonkarte der letzten Jahre hatten wir schon verschiedene Verkehrsmittel (Flugzeug, Zeppelin, Dampfer, Eisenbahn) abgebildet. Für die letzte Karten hatten wir ein Motiv der Historischen Prager Straßenbahn gewählt, die auch heute noch auf Sonderfahrten für Touristen in Prag ihre Runden dreht.

TeleSammler Sonder-Calling Card zum Jahresauftakt „2018 ist aufgegleist“ , TS CC 01/2018, TeleSammler Eigenproduktion, Auflage: 195, Wert: 3 Euro, Idee: Hans-Peter Kroner, Umsetzung Zeichnung: Patrick Kroner

Hinter der Jahresauftaktkarte für 2018 stand die Idee, dass das Neue Jahr 2018 aufgegleist ist und das Vorjahr bereits auf dem Abstellgleis steht. Zum Umsetzung wurde eine Comiczeichnung mit einem Panda und einer Spielzeugeisenbahn gewählt.

Die wenigsten die eine Karte in der Hand halten, werden wissen welcher Aufwand zwischen der ersten mit Bleistift gezeichneten Idee bis zur fertigen Calling Card liegen. Oft stehen vor dem Druck der Karte mehrere Entwürfe zur Entscheidung. Nebenstehen ist daher die gedruckte Calling Card sowie ein nicht verwendeter Konkurrenzentwurf abgebildet.




TS CC 01/2018 Sonder-Calling Card „2018 ist aufgegleist“



Nicht angenommener Alternativentwurf für die
TS CC 01/2018


Alle Abbildungen (auch nicht verausgabte Karten) sind urheberrechtlich geschützt!





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